Was ist ein F&B Minimum bei Tagungshotels und wie verhandeln Sie es? Erklaerung, typische Werte und Verhandlungstipps fuer Event-Planer 2026.
Das F&B Minimum (Food and Beverage Minimum) ist eine der am haeufigsten missverstandenen Klauseln in Tagungshotel-Vertraegen. Viele Event-Planer stossen erst beim Rechnungsabschluss auf unerwartete Zusatzkosten. Dieser Guide erklaert alles, was Sie wissen muessen.
Ein F&B Minimum ist ein vertraglich vereinbarter Mindestbetrag, den der Veranstalter fuer Speisen und Getraenke ausgeben muss. Das Hotel sichert damit seine Umsatzbasis fuer die Nutzung von Tagungsraeumen. Wenn Ihr tatsaechlicher F&B-Umsatz unter dem vereinbarten Minimum liegt, zahlen Sie trotzdem den Mindestbetrag. Beispiel: Vereinbartes F&B Minimum 5.000 EUR, tatsaechlich konsumiert 3.800 EUR -> Rechnung: 5.000 EUR.
| Hotelkategorie | F&B Minimum (typisch) | Pro Person |
|---|---|---|
| Budget (3-Sterne) | 500-2.000 EUR/Veranstaltung | 10-20 EUR/Person |
| Business (4-Sterne) | 2.000-8.000 EUR/Veranstaltung | 20-50 EUR/Person |
| Premium (4-Sterne+) | 5.000-15.000 EUR/Veranstaltung | 50-100 EUR/Person |
| Luxus (5-Sterne) | 10.000-50.000 EUR/Veranstaltung | 100-200+ EUR/Person |
| Kongreshotel (gross) | 15.000-100.000 EUR/Veranstaltung | Abhaengig von Gruppengroesse |
Das variiert je nach Hotel und muss im Vertrag geklaert sein. Typischerweise anrechenbar: Mittagessen, Kaffeepausen, Gala-Dinner, Cocktailreception, Weinservice. Nicht immer anrechenbar: Raummiete, Technik, Hostess-Service, Blumenschmuck. Klaeren Sie bei Vertragsverhandlung explizit: "Was genau wird auf das F&B Minimum angerechnet?"
Erfahrene Event-Planer fragen in jeder RFP-Anfrage explizit nach: Hoehe des F&B Minimums, was wird angerechnet, Konditionen bei Stornierung und ob eine Umwandlung in Raummiete moeglich ist. Diese Informationen sind fuer den Gesamtpreisvergleich zwischen Hotels essenziell und in der Tagungspauschale nicht automatisch sichtbar.
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Jetzt kostenlos startenJa, wenn kein entsprechender Stornierungspassus im Vertrag steht. Daher sollten Event-Planer entweder ein F&B Minimum pro Person vereinbaren (skaliert automatisch) oder eine Klausel einbauen, die das Minimum proportional zur tatsaechlichen Teilnehmerzahl reduziert. Diesen Punkt immer bei Vertragsschluss verhandeln.
In manchen Vertraegen ja. Wenn ein Hotel keine Raummiete erhebt, aber ein hohes F&B Minimum verlangt, ist das wirtschaftlich aequivalent zur Raummiete. In der RFP-Anfrage sollten Sie beide Positionen vergleichbar machen: Bitten Sie Hotels, beides transparent auszuweisen.
Sie zahlen nur das tatsaechlich Konsumierte -- das F&B Minimum ist eine Untergrenze, keine Obergrenze. Wenn Ihr Event mehr Umsatz generiert als das Minimum, profitiert das Hotel und Sie zahlen den tatsaechlichen Betrag.
Ja, oft. Besonders bei groesseren Events, hoher Zimmerauslastung oder Wiederholungsbuchungen haben Event-Planer Verhandlungsmacht. Hotels sind haeufiger bereit, das F&B Minimum zu senken, wenn Sie Uebernachtungs-Garantien geben, mehrere Events pro Jahr buchen oder die gesamte Zimmerkapazitaet belegen.